Was ist eigentlich Coworking?

Das Coworking-Konzept bietet eine inspirierende Umgebung für Gründer und Freiberufler, um gemeinsam zu arbeiten und Synergien zu nutzen. Silke Roggermann, Inhaberin des “Gewächshauses Düsseldorf”, erkannte früh die Bedeutung solcher Spaces und schuf einen Ort für kreative Zusammenarbeit.

Von
Dagmar Schulz
29. September 2014
Minuten
Wie funktoniert Coworking?

Inhaltsübersicht

Silke Roggermann vom „Gewächshaus Düsseldorf“ im Gespräch mit Dagmar Schulz

Der Begriff Coworking kommt aus dem englischen und bezeichnet das  „zusammen arbeiten“.
Seit einigen Jahren zeichnet sich dieser Trend der neuen Arbeitsform ab. Auch in Düsseldorf gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Angeboten, bei denen externe Anbieter eine Arbeitsfläche gegen eine Miete zur Verfügung stellen.
Besonders Existenzgründer, Startups, Freiberufler, Kreative, oder digitale Nomaden, die unabhängig voneinander arbeiten sitzen meist in größeren Räumen zusammen. Hier können sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise voneinander profitieren.

Silke, welche Vorteile sprechen dafür ein CoworkerIn zu werden?

Die beiden größten Vorteile sehe ich darin, dass
a) man trotz Einzelkämpfertum gleichgesinnte „Kollegen“ um sich hat
b) Privatleben und Arbeit/Job wenigstens temporär räumlich voneinander getrennt sind
Im Home-Office kann man theoretisch in Ruhe ungestört arbeiten. Die meisten von uns neigen aber trotzdem dazu, mal eben so zwischendurch private Dinge oder den Haushalt zu erledigen. Wenn dazu dann noch Familie oder Mitbewohner anwesend sind, kann es schwierig werden seine Arbeitszeit durchzusetzen und dies den anderen klarzumachen.
Im Coworking Space sind Menschen anwesend, die unterm Strich alle das gleiche wollen:
ihre Arbeitszeit so effektiv und angenehm wie möglich zu nutzen.
Automatisch ergeben sich dabei im großen Coworkingraum Gespräche, Synergien, Gemeinsamkeiten und nicht selten auch neue Aufträge.
Außerdem bieten die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten mit kurzen Kündigungsfristen einen großen Vorteil besonders für Startups und Existenzgründer, die sich (noch) nicht an Räumlichkeiten binden möchten.

Für wen ist Coworking nicht geeignet?

Metzger und Bäcker… Scherz beiseite 😉
Wer sehr viel telefonieren muss oder dessen Tätigkeit mit hohem Geräuschpegel einhergeht, für den ist Coworking eher nicht geeignet. Im Coworking Space teil man sich meist einen großen Raum, bei dem die ungeschriebene Regel gilt, dass andere möglichst nicht gestört werden (Kopfhörer helfen hier manchmal auch, je nach Lärmempfinden).
Die meisten meiner Mieter empfinden es jedoch als angenehm und sehr inspirierend, in einer betriebsamen und kreativen Umgebung zu arbeiten.

Wie bist Du auf die Idee gekommen / warum hast Du den Schritt gewagt?

In meiner Zeit als Ladenbesitzerin in Flingern (2008 – 2011) habe ich immer wieder Leute mit Laptops und Kopfhörern in den verschiedenen Cafés arbeiten sehen. Dies brachte mich auf die Idee, dass es so was doch auch in einer anderen Konstellation geben muss, so dass man z.B. nicht zur regelmäßigen Getränkebestellung aufgefordert wird.
Bei meiner Recherche bin ich dann auf das betahaus in Berlin und Köln gestoßen und habe die beiden Coworking Spaces auch besucht. Da wurde mir klar, dass Düsseldorf unbedingt auch so etwas Ähnliches braucht.
Damals war die Zeit jedoch noch nicht reif. Mir fehlten noch gewünschte Kontakte und vor allem die passende Location, obwohl Businessplan, Name und Logo schnell für mich feststanden.

Im Frühjahr 2014 war es dann endlich soweit und ich hatte die Chance einen bestehenden Coworking Space in Oberbilk zu übernehmen. Jetzt ist endlich die Zeit gekommen, das „Gewächshaus Düsseldorf“ wachsen zu lassen und fruchtbaren Boden für alle Beteiligten zu schaffen.
Ich bin in Düsseldorf recht gut vernetzt und kenne viele Freiberufler, Künstler und Kreative. Im Jahr 2011 war ich außerdem mitverantwortlich für den Beginn des „Givebox-Booms“ in Düsseldorf und beschäftige mich seitdem vermehrt mit dem Thema Share-Economy (Schenken und Teilen).
Ich war schon immer sehr freigiebig mit meinem Wissen, bin immer neugierig auf Neues und vernetze gerne Menschen miteinander.
Dass ich jetzt diese Fähigkeit sogar zu meinem Beruf machen konnte, macht mich sehr glücklich und mein Ziel ist es, dass so viele Menschen wie möglich vom „Gewächshaus Düsseldorf“ profitieren können.

Schreiben Sie mir gerne eine Nachricht oder nutzen Sie gerne direkt meinen Buchungskalender für ein kostenfreies Erstgespräch.

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