Welche Krankenversicherung ist die richtige für Existenzgründer? PKV oder GKV?

Welche Krankenversicherung ist die richtige für Existenzgründer? PKV oder GKV? Entdecken Sie die Unterschiede und entscheiden Sie sich informiert zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung mit Hilfe unseres neuesten Blogartikels von Sandra und Markus, den Experten der Hartmann Assekuranz.

Von
Dagmar Schulz
30. März 2023
Minuten
Welche Krankeversicherung ist die beste für Existenzgründer?

Inhaltsübersicht

Die Krankenversicherungspflicht betrifft alle – auch Selbstständige. Jedoch stehen Existenzgründer und Selbstständige vor der Herausforderung, die richtige Krankenversicherung zu wählen. Oftmals wird aus Sorge vor hohen Beiträgen direkt die gesetzliche Krankenversicherung gewählt, ohne die Kosten genauer zu prüfen. Doch es lohnt sich, einmal genauer hinzuschauen, denn eine private Krankenversicherung kann für Selbstständige und Existenzgründer eine lohnende Option sein. Mit der richtigen Krankenversicherung können Sie sich und Ihre Familie bestmöglich absichern und sich auf eine umfassende medizinische Versorgung verlassen.

Sandra und Markus (Hartmann Assekuranz GmbH) sind ein erfahrenes Expertenteam, wenn es um den richtigen Versicherungsschutz geht. In unserem neuen Blogartikel klären sie auf, welche Unterschiede zwischen der Privaten Krankenversicherung (PKV) und der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bestehen. Welche Vorteile und welche Nachteile Sie haben und was Sie als Existenzgründer bei der Wahl der Krankenversicherung bedenken sollten.

Das Wichtigste zur Krankenversicherung für Selbstständige in Kürze:

Die gesetzliche Krankenversicherung nimmt jeden auf – vorausgesetzt, er/sie muss sich nicht privat versichern z.B., weil er bereits privat versichert ist. In der GKV hängt die Höhe des Beitrages vom Einkommen ab, in der PKV von Alter und Gesundheit. Private Versicherungen können ihre Leistungen nicht einseitig kürzen. Welche Behandlungen sie zahlen, hängt jedoch stark vom jeweiligen Tarif ab.  Die Pflegeversicherung ist zusätzlich zur Krankenversicherung auch eine Pflichtversicherung, sie wird automatisch in der GKV und PKV mit abgeschlossen und weist einen eigenen Beitrag aus.

Unsere Themen im Überblick:

  • Die Qual der Wahl: privat oder gesetzlich krankenversichert?
  • Wie unterscheidet sich die Beitragshöhe von PKV und GKV?
  • Wie entwickeln sich die Beiträge in PKV und GKV?
  • Welchen Leistungsumfang haben PKV und GKV?
  • Sind Familienmitglieder bei PKV und GKV mitversichert?
  • Fazit

Die Qual der Wahl für Existenzgründer: privat oder gesetzlich krankenversichert?

Existenzgründer/innen müssen gerade in den ersten Jahren viele Hürden nehmen, um ihr Unternehmen erfolgreich zu machen. Auch die Wahl der richtigen Krankenversicherung ist eine Entscheidung, die nicht leicht getroffen werden kann. Die meisten Existenzgründer/innen sind als ehemalige Angestellte bereits in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Mit der Selbstständigkeit kommt dann die Frage auf: „Lohnt es sich, in die Private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln?“ Es gibt sowohl Vor- als auch Nachteile für beide Varianten. Am besten ist es daher, sich gut zu informieren und verschiedene Angebote zu vergleichen, bevor man sich für eine bestimmte Krankenversicherung entscheidet. Damit Sie als Existenzgründer/in die beste Wahl für treffen, kommen hier die wichtigsten Unterschiede zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung.

Wie unterscheidet sich die Beitragshöhe von PKV und GKV?

Die Gesetzliche Krankenversicherung berechnet die Beiträge abhängig vom Einkommen. Hier gibt es Ober- und Untergrenzen.

Die Private Krankenversicherung bestimmt die Beiträge dagegen abhängig von der Gesundheit, dem Alter und dem Umfang der Leistungen, die der Versicherte absichern möchte. Beamte, Studenten, Freiberufler und Selbstständige können sich somit unabhängig von ihrem Einkommen privat versichern, Angestellte dagegen erst ab einem bestimmten Einkommen.

Wie entwickeln sich die Beiträge in PKV und GKV für Selbstständige?

Die GKV setzen jeweils einen für alle Versicherten gültigen Beitragssatz fest, der auf das individuelle Einkommen angewandt wird. Dieser Prozentsatz verändert sich eher langsam nach oben und steigt für alle gleich. Allerdings steigt die Beitragsbemessungsgrenze jedes Jahr nicht unwesentlich. D.h., dass alle, die mit Ihrem Einkommen über dieser Grenze liegen, jedes Jahr mehr Beitrag zahlen müssen.

In der PKV werden die Beiträge jährlich angepasst. Hier muss jeder Versicherer individuell schauen, wie seine Versichertenstruktur aussieht. In der Regel liegt eine jährliche Beitragssteigerungen bei 2 bis 3 %.

Seit 2019 gibt es den halbierten GKV-Mindestbeitrag für Selbstständige. Das ist ein sehr komplexes und individuelles Thema, bei dem die gesamte Familiensituation betrachtet wird, daher gehen wir in diesem Blog-Artikel nur kurz darauf ein. Dieser Beitrag greift immer dann, wenn der Selbstständige und gesetzlich Krankenversicherte unter einer gewissen Einkommensgrenze liegt. Dann wird z.B. das Einkommen des privat versicherten Ehepartners zu 50% zur Beitragsberechnung beim Selbstständigen hinzugezogen. Ein sehr umfassendes Thema, daher empfehlen wir hier in jedem Fall eine Beratung in Anspruch zu nehmen, um zur passenden Entscheidung zu gelangen.

Welchen Leistungsumfang haben PKV und GKV generell?

Die Basisleistungen der GKV sind für alle Versicherten im Wesentlichen gleich, aber jeder Versicherer akzentuiert die Leistungen eventuell, indem er für einzelne Leistungsgebiete großzügigere Bedingungen einräumt. Zwischen den einzelnen Versicherungen wie AOK, DAK oder Techniker gibt es nur wenige Unterschiede.

In der PKV kann man ebenfalls vergleichbare Tarife zur GKV wählen, aber auch deutlich darüber hinaus gehen, indem man beispielsweise Chefarztbehandlung oder höhere Erstattung für Zahnersatz individuell wählt. Das hat maßgeblichen Einfluss auf die Beitragshöhe. Die PKV bietet Ihnen so die Möglichkeit, immer die bestmögliche Behandlung zu erhalten.

Sind Familienmitglieder bei PKV und GKV mitversichert?

In der PKV braucht jedes (Familien-)Mitglied einen eigenen Vertrag und zahlt somit auch eigenen Beitrag mit individuell absicherbaren Leistungen. In der gesetzlichen Krankenversicherung dagegen sind Kinder mitversichert. Auch Ehepartner sind mitversicherbar, sofern sie nicht arbeiten.

Wann kann eine private Krankenversicherung für Selbstständige empfehlenswert sein?

Ob Sie sich privat oder gesetzlich als Selbstständiger versichern lassen möchten, hängt von vielen Faktoren ab. Eine private Krankenversicherung kann empfehlenswert sein, wenn Ihre Einkünfte aus der Selbstständigkeit eine gewisse Höhe erreichen. Es ist immer ein Abwägen von gewünschter Leistung und Budget – auch im Hinblick auf die zukünftigen Anforderungen und Möglichkeiten. Immer sollte die Frage im Raum stehen, ob die Leistungen der GKV genügen oder ob man sich für sich selbst und seine Familie die bestmögliche Versorgung wünscht.

Fazit

Unsere Gesundheit ist unser wertvollstes Gut und wir sollten alles dafür tun, um sie zu schützen. Doch wie können wir sicherstellen, dass wir die bestmögliche Versorgung erhalten? Sollten Sie sich für die gesetzliche Krankenversicherung entscheiden oder lieber in die private Krankenversicherung investieren? Es ist eine schwierige Entscheidung, aber wir helfen Ihnen gerne, diesie zu treffen. Wir bieten Ihnen eine unabhängige, faire und verständliche Beratung, damit Sie die beste Wahl für sich und Ihre Familie treffen können. Ihre Gesundheit verdient mehr als nur den Status qou – lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Sie die bestmögliche Versorgung erhalten. Wir beraten Sie völlig unabhängig und neutral von einer Gesellschaft und erarbeiten mit Ihnen eine für Sie passende Lösung.
Senden Sie uns gerne Ihre Frage per Mail an: info@hartmannassekuranz.de wichtig: mit dem Stichwort 1astartup, damit Sie du von den Vorteilen für GründerInnen der 1a-Community profitieren.

Weitere hilfreiche Versicherungen für Selbstständige

Je nach Branche kann es sinnvoll und wichtig sein, weitere Risiken durch eine Versicherung zu decken. Zu den sinnvollen Versicherungen zählen beispielsweise:

  • Betriebsinhaltsversicherung
  • Betriebsunterbrechungsversicherung
  • Gewerberechtsschutzversicherung
  • Transportversicherung
  • Maschinenbruchversicherung
  • Vermögenschadenhaftpfichtversicherung
  • Produkthaftpflichtversicherung
  • Kfz- und Fuhrparkhaftpflichtversicherung
  • Cyberhaftpflichtversicherung

Mehr zu den einzelnen Versicherungsarten erfahren Sie in unserem Artikel über die gängigsten Gewerbeversicherungen.

Die Kosten für die Versicherungen sind ein Part in der Liquiditätsberechnung Ihres Businessplanes. Eine kostenfreie Businessplan-Vorlage mit Schreibhilfe erhalten Sie hier: Businessplan-Word-Dokument

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