5 gute Gründe, warum ein Businessplan so wichtig ist!

Ein gut durchdachter Businessplan bietet nicht nur eine solide Grundlage für potenzielle Investoren, sondern dient auch als Leitfaden für den eigenen unternehmerischen Erfolg. Er hilft dabei, die Geschäftsidee zu validieren, Orientierung zu geben, den Markt zu analysieren und die Konkurrenz im Blick zu behalten. Letztendlich ist er ein unverzichtbares Werkzeug, um die Ziele und Visionen eines Unternehmens zu verwirklichen.

Von
Dagmar Schulz
8. Februar 2022
Minuten
Ein Businessplan macht Arbeit, sortiert aber die Gedanken und bringt neue Ideen auf die man so nicht gekommen wäre!

Inhaltsübersicht

Wer sich mit einem eigenen Business selbstständig machen möchte, benötigt neben einer guten Idee und sorgfältigen Vorbereitung einen soliden, vollständigen Businessplan. Er enthält Informationen zu den Aspekten Kalkulation/Finanzierung/Rentabilität, Marketing, Markt- und Konkurrenzanalyse, Vertrieb, Vertretung im Krankheitsfall, Mitarbeiterplanung, Ausblick auf die Zukunft/ggf. Expansion und zu allen anderen Bereichen, die für Ihr Unternehmen wichtig sind.

Keine Frage: Wenn es darum geht, Kreditgeber und Investoren mit ins Boot zu holen, ist der Businessplan das alles entscheidende Dokument. Dieser wird von vielen offiziellen Stellen direkt angefordert, sodass Sie ohne diesen ausführlich formulierten „Masterplan“ überhaupt keine Chance haben, Gelder zu akquirieren. Auch für die Teilnahme an vielen Gründerwettbewerben ist ein Businessplan Voraussetzung. Wer also Geldgeber und/oder eine Fachjury überzeugen will, für den ist der Businessplan absolute Pflicht.

Darüber hinaus gibt es aber viele weitere Aspekte, die für einen ausführlichen Businessplan sprechen.

Im Folgenden haben wir einige weitere gute Gründe für das Erstellen eines Businessplans für Sie zusammengetragen:

1.     Geschäftsidee validieren

Durch das frühzeitige Formulieren eines Businessplans werden Ihnen mögliche Schwachstellen Ihrer Geschäftsidee direkt aufgezeigt, sodass Sie die Möglichkeit haben, diese anzugehen und direkt auszubessern. So erhalten Sie mehr Sicherheit dafür, das Richtige zu tun. Erst dann, wenn man einmal alles schriftlich fixiert, fallen einem Lücken auf oder Möglichkeiten, einzelne Bereiche im Vorfeld bereits zu optimieren. Einige Aspekte greifen direkt oder indirekt ineinander, weshalb es sinnvoller ist, sie im Ganzen zu betrachten und nicht separat. Der Businessplan ist dafür das ideale Instrument.

Tipp: Freuen Sie sich über alle „Fehler“ und Schwachstellen, die Sie zu diesem Zeitpunkt finden – es ist viel besser, dass es Ihnen jetzt auffällt als wenn Sie es erst nach Geschäftseröffnung entdecken.

2.    Orientierung und Struktur         

Nutzen Sie den Businessplan, um sich noch einmal Schritt für Schritt über die wichtigsten Ziele und Ihr Vorgehen klarzuwerden. Wo habe ich eventuell noch Wissenslücken? Welche größeren Hürden müssen vor der Gründung noch bewältigt werden und wie gehe ich in der Gründungsphase am strukturiertesten vor? Durch das Formulieren des Businessplans werden Sie quasi zu einer strukturierten Beantwortung diese wichtigen Fragen „gezwungen“.

Tipp: Sie müssen nicht direkt von Beginn an einen endgültigen Fahrplan im Kopf haben und alles nacheinander in einer bestimmten Reihenfolge abarbeiten und aufschreiben. Beginnen Sie ruhig mit den Punkten, die Ihnen am leichtesten fallen und fügen Sie den Rest nach und nach hinzu. Sie werden sehen, welch befreiendes Gefühl es ist, wenn Ihr Businessplan immer mehr wächst. Am Ende bringen Sie alles in eine sinnvolle Struktur und schauen, ob Sie wirklich alle wichtigen Punkte erfasst haben.

3.    Den Markt analysieren

Jedes erfolgreiche Business befriedigt irgendein Bedürfnis. Es geht dabei immer um Emotionen, egal ob Sie Versicherungen verkaufen (Gefühl = Sicherheit), Pralinen (Gefühl = Genuss, Glück) oder Coach für Persönlichkeitsentwicklung (Gefühl = Weiterentwicklung, Selbstbewusstsein, Sicherheit, Erfolg). Wer also erfolgreich sein möchte, muss a) etwas anbieten, das sich in irgendeiner Form von anderen Angeboten abhebt und b) wirklich benötigt wird. Dafür stellen Sie sich vorher folgende Fragen und halten die Antworten in Ihrem Businessplan fest:

Was ist überhaupt meine Zielgruppe und wie spreche ich diese am effektivsten an? Mit Hilfe einer detaillierten Marktanalyse im Businessplan gelingt es Ihnen sicherlich, Ihre Zielkunden herauszuarbeiten und auch die Wege zu bestimmen, mit denen Sie Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung an diese zielsicher und effektiv verkaufen wollen.

Tipp: Je genauer Sie Ihre Zielgruppe kennen und benennen, desto genauer können Sie Ihr Angebot darauf abstimmen. Ein Beispiel: Frauen als Zielgruppe ist sehr allgemein und hilft Ihnen wenig weiter. Besser: Frauen ab etwa 50 Jahren, deren Kinder bereits erwachsen sind und die beruflich wieder voll durchstarten und ihre eigenen Wünsche wieder mehr verwirklichen möchten. Auf diese Zielgruppe können Sie Ihr Marketing perfekt abstimmen, sei es bei der Sprach-, Bildauswahl oder bei der Wahl, auf welchen Kanälen Sie kommunizieren möchten.

4.    Konkurrenz beobachten

Wie ist eigentlich die Konkurrenz in Ihrem Geschäftsbereich aufgestellt? Welche Nische können Sie besetzen und was macht Ihre Geschäftsidee so einzigartig? Mit einem Businessplan arbeiten Sie ganz deutlich die Unterschiede zur Konkurrenz und damit auch den Mehrwert für Ihr Unternehmen heraus. Nur so schaffen Sie es später, den/die Kunden genau für Ihre Geschäftsidee und somit auch für Ihre Produkte zu begeistern.

Tipp: Nicht immer können Sie direkt von Beginn an eine Nische besetzen und die Konkurrenzsituation kann sich auch immer einmal ändern. Behalten Sie Ihre Mitbewerber und den Markt immer im Auge und passen Sie Ihr Business den Bedürfnissen und Gegebenheiten an. Dabei gilt: Man darf die Konkurrenz ruhig beobachten und gute Idee in abgewandelter Form für sich nutzen. Kopieren allerdings sollte immer tabu sein, denn schließlich möchten Sie sich ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten und anders sein als Ihre Mitbewerber.

5.   Leitfaden für Ihre Vertretung

Sollten Sie einmal krank werden oder aus einem anderen Grund ungeplant Ihr Geschäft für eine Zeit nicht selbst führen können, benötigen Sie eine kompetente Vertretung, wenn Sie Ihr Unternehmen nicht schließen möchten. Im Idealfall arbeiten Sie eine Person Ihres Vertrauens frühzeitig in alle wichtigen Geschäftsbereiche ein, damit keine unnötigen Fragen oder Fehler entstehen. Als Richtschnur können Sie sich für das Briefing an Ihrem Businessplan orientieren, weil er alle relevanten Aspekte Ihres Unternehmens enthält.

Tipp: Da Ihr Businessplan ggf. auch Zahlen und Informationen enthält, die nicht für Ihre Vertretung bestimmt sind, bietet es sich an, eine zweite Version quasi als Nachschlagewerk zu erstellen. Diese kann dann auch Arbeitsanweisungen, wichtige Adressen von Lieferanten etc. enthalten, die für den Geschäftsalltag wichtig sind.

Fazit: Darum sollten Sie viel Zeit und Sorgfalt in Ihren Businessplan stecken.

Der Businessplan ist nicht nur für Sie selbst eine wichtige Stütze und ein praktischer Wegweiser, der Ihnen das Gerüst für Ihre Unternehmung vermittelt. Auch für viele offizielle Stellen ist er ein unerlässliches Muss, an dem Sie gar nicht vorbeikommen auf dem Weg zur erfolgreichen Unternehmensgründung. Wer sich im Vorfeld einer Existenzgründung um einen möglichst vollständigen Businessplan bemüht, spart später nicht nur Zeit und Nerven, sondern in vielen Fällen auch Geld. Dadurch, dass Ihnen Schwachstellen frühzeitig auffallen und Sie diese rechtzeitig beheben können und dadurch, dass Ihnen beim Schreiben vielleicht viele gute Ideen und Gedanken kommen, auf die Sie ohne Businessplan nicht gekommen wären.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein guter Businessplan ein hilfreicher Begleiter zumindest für die ersten Jahre einer Selbstständigkeit ist. Man kann immer mal wieder nachschauen, wenn man den Faden verloren hat und zudem kann man immer mal wieder schauen, was man bereits alles erreicht hat.

Sie brauchen Unterstützung bei der Konzeption und Formulierung des eigenen Businessplans?

Dann schauen Sie gerne auf der 1a-STARTUP Website vorbei und laden sich die Businessplan Vorlage herunter. Noch mehr Informationen erhalten Sie in unserem Selbstlern-Video-Kurs.
Für eine persönliche Beratung können – je nach Situation unterschieldich – Fördermittel beantragt werden.

Gründungsberatung unterstützt mit einer Förderung

Sie stehen nicht alleine da auf diesem Weg. Mit einem Sparringspartner wie 1a-STARTUP an Ihrer Seite können Sie gemeinsam Ihre Gedanken sortieren und Ihre Geschäftsidee samt Businessplan entwickeln. Es gibt verschiedene Fördermittel der Länder, und für Personen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen, steht der sogenannte AVGS zur Verfügung – ein Aktivierungsgutschein für ein Gründercoaching, finanziert von der Agentur für Arbeit.

Es kann jeder Teilnehmen egal in welcher Stadt gegründet wird!

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