Aufgrund der Einsparungen ist es schon seit Anfang 2012 schwierig in den Genuss der Gründungszuschuss-Förderung zu gelangen.
Bestehen geblieben ist nach den Kürzungen der Rechtsanspruch auf Aushändigung des Antrags auf Gründungszuschuss – was nicht bedeutet, dass Sie diesen dann auch erhalten. Das sollte Sie jedoch nicht entmutigen, den eigenen Weg der Existenzgründung zu gehen. Der Businessplan, insbesondere der Zahlenteil, wird von der Arbeitsagentur seitdem deutlich strenger geprüft als in der Vergangenheit. Bei fertig genutzten Vorlagen und kopierten Businessplänen wird kein Auge mehr zugedrückt.

Die Quote aus unserem Hause für den Erhalt des Gründungszuschusses: 100%!

Es ist eine Gradwanderung der Arbeitsagentur darzulegen, dass es nicht zu lange dauern wird, um von der Selbstständigkeit leben zu können. Andererseits können aber auch zu hohe Einnahmen zur Ablehnung führen, weil dann die Förderung gar nicht erst benötigt wird.
Besonders schwierig ist es beispielsweise in gemeinhin gut verdienenden Branchen, bei der Übernahme eines Betriebes oder vom beim Wechsel der nebenberuflichen in die hauptberufliche Selbstständigkeit eine Förderung zu erhalten.

Die Berater sind angehalten der Vermittlung in den Arbeitsmarkt den Vorrang zu geben.

Es ist auch möglich, dass Sie einen zusätzlichen internen Fragebogen ausfüllen müssen, mit dem die Förderung zusätzlich begründet werden soll.
Diese Fragen können je nach Arbeitsagentur variieren, hier einige mögliche Beispiele:
Stellen Sie bitte dar, warum Sie eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen möchten.
Kennen Sie die konkrete Zukunftsprognose Ihrer Branche?
Besitzen Sie nachweisbar fundierte kaufmännische / betriebswirtschaftliche Kenntnisse / Fähigkeiten?
In welchem Umfang konnten Sie bisher Vertriebserfahrung sammeln?
Wissen Sie, wie man eine ordnungsgemäße Rechnung schreibt? Kennen Sie sich mit Buchführung aus?

In einem guten und ordentlichen Businessplan haben Sie sich ohnehin mit diesen Fragen auseinandergesetzt.

Alles Rund um den Gründungszuschuss, ob und in welcher Höhe Sie Anspruch darauf haben

Wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen, können Sie den sog. Gründungszuschuss beantragen, dafür fällt dann das ALG I weg. Der Gründungszuschuss soll in der Anfangszeit Ihre Liquidität unterstützen wenn naturgemäß die Auftragslage noch nicht ausreicht, um die Zahlungsfähigkeit sicher zu stellen und ist eine Ermessensleistung der Arbeitsagentur.
Das Arbeitslosengeld sowie der Gründungszuschuss sind steuerfrei und nicht rückzahlbar.

Um welchen Betrag geht es?
Die Höhe des Gründungszuschuss richtet sich nach dem Arbeitslosengeld-Anspruch I (ALG I) und somit nach dem vorherigen Einkommen.


Der Gründungszuschuss teilt sich in zwei Phasen auf

Phase 1:
Zunächst können Sie sechs Monate lang in Höhe des ALG I den Gründungszuschuss zzgl. 300 Euro für die Sozialversicherungsbeiträge erhalten. Sobald Sie sich selbstständig machen, zahlt die Arbeitsagentur nicht mehr die Sozialversicherung für Sie.
Allein mit den Kosten für die Kranken- und Pflegeversicherung werden Sie in der Regel die 300 Euro Pauschale benötigen.
Auf den Gründungszuschuss selber haben Sie keinen Rechtsanspruch, auch wenn alle Voraussetzungen gegeben sind, aber auf die Antragstellung besteht ein Rechtsanspruch.

Ihr Vorteil gegenüber dem Arbeitslosengeld: Einmal genehmigt, dürfen Sie im Prinzip beliebig viel hinzuverdienen, ohne dass es zu einer Kürzung des Gründungszuschusses kommt.

Phase 2:
Gegen Ende der sechsmonatigen Grundförderung können Sie für den Pauschalbetrag (300 Euro) eine Verlängerung für weitere 9 Monate beantragen.
Danach müssen Sie auf eigenen Beinen stehen können.
Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie ergänzend Arbeitslosengeld Il beantragen.


Voraussetzungen zum Gründungszuschuss

Voraussetzung Nr. 1: Arbeitslosengeld-I-Anspruch
Zum Zeitpunkt der Gründung müssen Sie mindestens einen Tag arbeitslos gemeldet sein und noch über mindestens 150 Tage Restanspruch auf Arbeitslosengeld I verfügen.
Wichtig: der Antrag auf Gründungszuschuss muss bei der Arbeitsagentur vor Ihrer Gründung gestellt werden.
Es gibt verschiedene sog. vorbereitende Maßnahmen, die in Ausnahmefällen nicht förderschädlich sind, wenn diese vor der Beantragung stattfinden.
Mit dem Gründungsdatum endet offiziell Ihre Arbeitslosigkeit und die Auszahlung des Arbeitslosengeldes.

Fallstricke: Sperrzeiten und Ruhezeiten
Denken Sie daran, sich in jedem Fall innerhalb von 3 Tagen arbeitssuchend zu melden.
Wenn Sie die Kündigung erhalten, selbst aussprechen oder einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, sollten Sie sich umgehend bei der zuständigen Arbeitsagentur melden. Nur so vermeiden Sie eine Sperrfirst.
Haben Sie selbst Ihr Arbeitsverhältnis gekündigt oder sich auf einen Aufhebungsvertrag eingelassen ohne einen wichtigen Grund (z.B. in Folge von Mobbing, Umzug), kann Ihnen eine dreimonatige Sperrfrist drohen. In dieser Zeit erhalten Sie kein Arbeitslosengeld und müssen selber für die Sozialversicherungsbeiträge aufkommen.

Kalkulieren Sie sog. Ruhezeiten ein, denn erst danach haben Sie Anspruch auf das Arbeitslosengeld und können auch erst dann gründen. Gründe für Ruhezeiten können z.B. sein wenn Sie noch Urlaubsansprüche haben die berücksichtigt werden müssen, oder Sie sich in der Freistellung befinden und noch weiter Gehalt beziehen.
Der Gründungszuschuss kann dann erst nach der Sperrfrist / Ruhezeit beantragt werden. Bedenken Sie, dass sich der Gesamtanspruch auf Arbeitslosengeld ggf. um diese Zeiten verringert.
Tipp: Informieren und besprechen Sie Ihre Situation vorab mit der Arbeitsagentur und oder einer Unternehmensberatung für Existenzgründung.

Voraussetzung Nr. 2: Sie machen sich hauptberuflich selbständig
Mit dem Gründungszuschuss wird die hauptberufliche Selbständigkeit gefördert, wenn die Selbstständige Tätigkeit mehr als 15 Stunden wöchentlich beträgt. Bei dieser Vorgabe müssen wir immer ein wenig schmunzeln, da dies in vielen Fällen anfänglich das tägliche Pensum ist.
Vorher kann man also, wenn auch ohne Förderung, nebenberuflich selbständig tätig gewesen sein. Jedoch ist die Hürde zur Gründungszuschuss Zusage dann etwas höher.

Voraussetzung Nr. 3: Businessplan und fachkundige Stellungnahme
Die Arbeitsagenturen fördern nur Gründungsvorhaben, die „förderungswürdig“  sind und auch Ausblick auf langfristigen Erfolg haben.
Dabei wird davon ausgegangen, dass eine entsprechende Anlaufphase benötigt wird.
Im Businessplan muss klar erkennbar sein, wann Sie wie, was, erreichen wollen. Die Planungsrechnung im Businessplan muss für 24 Monate dargestellt werden.
Ob das Gründungsvorhaben und die Zukunftsaussichten realistisch sind, können und wollen die Arbeitsagenturen nicht ohne eine fachkundige Stelle alleine beurteilen.

Fachkundige Stellungnahme

Für die fachkundige Stellungnahme kommen theoretisch eine Vielzahl von Stellen in Frage: Starterzentren, Kammern, Unternehmens- und Steuerberater. Die Auswahl der fachkundigen Stelle bleibt weiterhin allein Ihnen überlassen. Jedoch kann der Agenturmitarbeiter von dem Urteil der fachkundigen Stelle abweichen.  
Schwierig gesehen werden die fachkundigen Stellungnahmen von Steuerberatern, da diese eher seltener in der Tiefe Experten für Existenzgründung sind.

Überlegen Sie vorher genau, wie groß Ihr Bedarf eines kritischen Auges aus der Praxis ist und entscheiden dann, was Sie benötigen.
Bei den öffentlichen Stellen kostet die fachkundige Stellungnahme i.d.R. nichts.
Es gibt Online-Portale, die sich auf vermeintlich günstige Angebote spezialisiert haben. Realistisch betrachtet kann es nicht funktionieren, mal eben über Ihre Zukunft zu entscheiden. Ein günstig „gekaufter“ Stempel aus dem Internet hilft Ihnen nicht weiter und führt im Zweifelsfalle zur Ablehnung des Gründungzuschusses und im schlimmsten Fall zum Scheitern Ihrer Existenzgründung. Die Arbeitsagenturen erkennen sehr genau, was realistisch und seriös ist.
Eine erfahrene fachkundige Stelle kann durch genaue Kenntnis der Verwaltungspraxis in den Arbeitsagenturen das Risiko einer Ablehnung des Gründungszuschusses deutlich senken.
Für die Beratung mit Praxis Know-how von Unternehmens- und Steuerberatern, die wenn Sie zugelassen sind, auch die fachkundige Stellungnahme abgeben können, stehen öffentliche Fördermittel zur Verfügung. In welcher Höhe Fördermittel für eine Beratung genutzt werden können hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.

Tipp: Nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit der Gründungsberaterin –berater Ihrer Wahl auf und holen Sie sich Feedback zu Ihrem Gründungsvorhaben und zur zielgerichteten Vorgehensweise.
So können Sie das Fehlerrisiko minimieren, viel Zeit ersparen und haben immer einen Ansprechpartner für Ihre Fragen.
Der Staat hat großes Interesse daran, dass ein Gründungsvorhaben auch zum Erfolg führt. Daher gibt es eine Vielzahl an Förderprogrammen auf Bundes- und Länderebene, die einen Teil der Beratungskosten vor und nach der Gründung übernehmen wie z.B. das am bekannteste der KfW das „Gründercoaching Deutschland".


Was Sie noch wissen sollten wenn Sie gründen

Freiwillige Arbeitslosenversicherung
Während der ersten sechs Monate erhalten Sie den Gründungszuschuss in Höhe des Arbeitslosengeldes l plus 300 Euro.
Sie können sich mit der freiwilligen Arbeitslosenversicherung für den Fall absichern, falls Sie ihre Selbstständigkeit aus welchen Gründen auch immer aufgeben müssen und wieder Arbeitslosengeld beziehen möchten.
lm Versicherungsfall richtet sich die Höhe des Arbeitslosengeldes nach der formalen Ausbildung der Gründerin bzw. des Gründers.
Der monatliche Beitrag beträgt 82,95 Euro (West) bzw. 70,35 Euro (Ost). Für Gründerinnen und Gründer gibt es eine Sonderregelung. Sie zahlen im Jahr der Gründung und im darauf folgenden Kalenderjahr generell nur den hälftigen Beitrag.
Die Beitrittserklärung muss innerhalb der ersten drei Monate nach der Gründung erfolgen. Dabei verpflichten Sie sich dann für die nächsten fünf Jahre einzuzahlen.
Eine vorzeitige Kündigung ist nur unter besonderen Voraussetzungen möglich. Überlegen Sie sich gut, ob diese Investition sich für Sie „rechnet“ und Sie sich dieses Sicherheitsnetz leisten möchten. Der Versicherungsbeitrag kann steuerlich geltend gemacht werden.

Grundsätzliche Tipps
Der richtige Weg liegt für die eigene Selbstständigkeit wie so oft in der Mitte.
Wenn Ihre Auftraggeber nicht schon Schlange stehen, sollten Sie die Gründung nicht überstürzen und sich einige Wochen Zeit nehmen, diese in Ruhe vorzubereiten und den Businessplan zu erstellen damit Sie von Anfang an die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge vornehmen.

Unterschätzen Sie nicht die Vorlaufzeit die Sie benötigen in der neuen Situation „anzukommen“, auch wenn der Gründungsbereich Ihnen aufgrund Ihrer vorherigen Tätigkeit nicht fremd ist.

Nehmen Sie rechtzeitig die Arbeitsagentur mit ins Boot und informieren Sie diese nicht auf den letzten Drücker über Ihren Plan.
Ein gut durchdachter, professioneller und ausgearbeiteter Businessplan ist schon die „halbe Miete“.

Versuchen Sie nicht, sich gleichzeitig zu bewerben und die Gründung voranzutreiben, sondern entscheiden Sie sich bewusst für eine Weg und konzentrieren Sie sich dann mit voller Energie darauf diese in die Tat umzusetzen. Erfolgreich werden Sie nur sein, wenn Sie mit ganzer Kraft und Konzentration an einer Sache arbeiten.

Worst case Ablehnung - und nun?
In diesem Fall ist die Gründung auch möglich, nur eben ohne Unterstützung des Gründungszuschusses. Sie können weiter Arbeitslosengeld beziehen und für diese Dauer zunächst nebenberuflich gründen. Haken: Die Einnahmen werden vom ALG I abgezogen. Weiterhin kann es in der Kommunikation mit potentiellen Auftraggebern unprofessionell wirken, wenn sie noch nicht Vollgas geben (können). Es besteht auch die Möglichkeit den Weg "Einspruch" zu gehen.
Es bleibt dabei: Eine gute Vorbereitung ist von erheblicher Bedeutung. Sie ist noch mehr als je zuvor nicht nur ein Erfolgsgarant für Ihr Vorhaben, sondern auch für die Genehmigung des Gründungszuschusses, um Ihr Vorhaben zu unterstützen.

Unser Tipp: Wer von Anfang an professionelle Hilfe in Anspruch nimmt und selbstbewusst mit einem wasserdichten Businessplan sein Recht einfordert, wird den Gründungszuschuss auch weiterhin erhalten.
Bereits im ersten Termin bei der Arbeitsagentur werden die Weichen gestellt, wohin die Reise gehen soll.
Unsere Beratung und fachkundige Stellungnahme ist von der Arbeitsagentur anerkannt. Die Beratung kann mit einem staatlichen Beratungszuschuss gefördert werden.
Ihre individuellen Fragen beantworten wir gerne – nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.

Die Quote aus unserem Hause für den Erhalt des Gründungszuschusses: 100%!

Unsere nächsten Termine

Donnerstag, 18.08.2016, ab 16.00 Uhr
Kostenfreie Gründerinnensprechstunde
Montag, 05.09.2016, ab 16.00 Uhr
Startplatz Düsseldorf Sprechstunde
Freitag, 16.09.2016, ab 14.00 Uhr
Seminar für Existenzgründerinnen Modul 1
Samstag, 17.09.2016, ab 09.00 Uhr
Seminar für Existenzgründerinnen Modul 2

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Frau Schulz hat mir geholfen, aus einer fixen Idee in meinem Kopf ein durchdachtes Konzept zu entwickeln, welches nun wirklich in die Tat umgesetzt wird.

In allen Phasen meiner Gründung habe ich tatkräftige Unterstützung durch Frau Schulz erfahren. Vorranging natürlich durch ihre Expertise auf diesem Gebiet und die vielen praktischen Ratschläge, Tipps und Denkanstöße. Aber auch durch Mut machende Worte, die zum Durchhalten motiviert haben. Beeindruckend ist dabei auch ihr großes Engagement für die Sache - auch über den eigentlichen Auftrag hinaus.

Liebe Dagmar, ein ganz großes und herzliches Dankeschön an Dich!

Kristina Dreier
www.gute-kinderstube-langenfeld.de


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News: Interview mit Oxford Business News.